Wir sind auch Körper

Myriam Mathys
·
13. Mai 2026
2026 05 13 young man with hands after head

Dass sich Körper und Psyche gegenseitig beeinflussen, habe ich selbst einmal sehr schmerzlich erfahren: Ich hatte in einer Zeit, in der ich ein emotional sehr belastendes Mandat hatte (weil der intern Verantwortliche heimlich gegen das Projekt arbeitete), plötzlich mit massiven Schulterschmerzen zu kämpfen. Die Schmerzen wurden immer schlimmer und schliesslich riet mir ein Facharzt zur Operation. Ich zögerte… – Zum Glück! Denn zwei Wochen später war das Projekt zu Ende: und praktisch von einem Tag auf den anderen waren auch die Schulterschmerzen weg. Und sie sind nie wieder zurückgekommen!

Mitarbeitende werden heute auch im Business-Kontext nicht mehr so eindimensional betrachtet, wie das früher der Fall war. Denn Menschen sind in jedem Umfeld immer auch mit ihren Gefühlen präsent und sie brauchen einen Sinn, um sich wirklich für etwas einsetzen zu können. Unser Firmenname «all dimensions» nimmt darauf Bezug, dass wir Menschen in ihrer Ganzheit, mit all ihren Dimensionen, wahrnehmen. Die körperliche Dimension spielte allerdings auch bei uns lange eine eher untergeordnete Rolle.

Doch wir sind auch Körper. – Und dieser, unser Körper beeinflusst auch unser Denken und Fühlen und umgekehrt! Man sagt nicht von ungefähr, dass jemand dieses oder jenes «verkörpert».

Vor rund 10 Jahren haben wir die Arbeit von Wendy Palmer kennen gelernt, die sie «Leadership Embodiment» nannte. Denn die Verbindung von Körper und Geist ist gerade auch dann wichtig, wenn man selbst für etwas in Führung gehen will: Wie wir sitzen und stehen, prägt wie wir denken und fühlen – und wie andere Menschen uns wahrnehmen. Seither bieten wir dazu Leadership Embodiment-Seminare an: Das nächste findet am 11./12. Juni 2026 mit Fabienne Cuisinier in Zürich statt.

Franziska und ich haben dieses Jahr auch den Fokus bei unserem «LEADERS IN DIALOGUE» auf ein Thema gelegt, das mit Körperbewusstsein zu tun hat: «Dein Nervensystem führt mit». Dafür konnten wir unseren geschätzten Kollegen Christian Hofstetter gewinnen, der sich intensiv mit dem Thema beschäftigt. Die Veranstaltung findet am Montag, 29. Juni 2026 in Zürich statt und ist für alle gedacht, die irgendeine Art von Führung innehaben.
Gerade in dynamischen, widersprüchlichen und unsicheren Zeiten wird sichtbar, dass das eigene Nervensystem einen grossen Einfluss hat:Es prägt, wie man unter Druck reagiert, wie man Sicherheit vermittelt, wie man Vertrauen aufbaut und wie viel Weite, Klarheit und Handlungsfähigkeit man anderen eröffnet. 

Die gesellschaftliche Entwicklung lässt uns alle nicht kalt und hat auch Einfluss auf unseren Körper. Es lohnt sich, sich bewusst damit auseinander zu setzen, wie man sich selbst besser wahrnehmen und stärken kann, um die eigene Führungsrolle – in welcher Form auch immer – gut ausfüllen zu können.

Herzliche Grüsse,

Myriam

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