Myriam Mathys
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14. November 2022
Networking als Beigabe

Dass man spürt, dass es uns Spass macht und dass wir mit Herzblut dabei sind, hat mir eine Teilnehmerin nach unserem Konsent-Seminar gesagt. Und dass sich das auf sie übertragen hat.
Ja, diese Arbeit macht mich glücklich: Für andere Menschen etwas – von dem ich weiss, dass es im Berufsalltag hilfreich ist – erfahrbar und dadurch verständlich zu machen, Hintergründe und Mechanismen zu erklären und eigene Erfahrungen zu teilen… – das ist einfach richtig schöne Arbeit!

Und es ist auch immer viel eigenes Lernen dabei.

Das Bemühen, eine entstandene Frage wirklich präzis und nachvollziehbar zu beantworten, fördert die eigene Klarheit und schenkt einem manch überraschende ergänzende Einsicht. Auch was die Teilnehmer:innen von ihrer Arbeit erzählen, gibt einem wertvolle Einblicke in die Funktionsweise verschiedener Organisationen und bezüglich unterschiedlicher Arbeitssituationen.
Und Co-Teaching schliesslich ist eine Art «Feinschliff» des eigenen Wissens: Manchmal sind es nur einzelne Sätze oder gar Worte, die die eine von uns irgendwo ergänzt, und die andere hat eine neue Erkenntnis, die das ganze Bild abrundet. Zudem macht es uns einfach Spass, zusammenzuarbeiten.

Wenn man Seminare und Workshops leitet, ist es ganz wichtig, auch immer wieder selbst in die Teilnehmer:innen-Rolle zu schlüpfen. Ganz abgesehen davon, dass man sich dabei selbst bezüglich neuer Lerninhalte auf dem Laufenden hält, ist es zentral, immer wieder das Erleben aus Teilnehmersicht wahrzunehmen. Um sich in das einfühlen zu können, wie Teilnehmer:innen einzelne Schritte erleben und was sie brauchen.
Vor einer Woche war ich selbst auch wieder in einer zweitägigen Weiterbildung. Diese war gastfreundlich organisiert und inhaltlich gehaltvoll. Und ich konnte viele wertvolle Impulse für meine eigene Arbeit mitnehmen. Es war also gut investiertes Geld.
Darüber hinaus habe ich auch von Begegnungen am Rande profitiert. Zum Beispiel vom anregenden Austausch beim Mittagessen mit einer sympathischen jungen Theaterpädagogin, die ein Forum-Theater leitet. Und gleich hat sich daraus eine interessante Zusammenarbeitsmöglichkeit entwickelt.

Ja, Weiterbildungen zu besuchen, ist auch immer Networking «at its best». Und dies als kostenlose Beigabe. Weil man da – und das liegt ja in der Natur der Sache – auf Menschen trifft, die ein gleiches Interesse und damit einen klaren Anknüpfungspunkt zu einem selbst haben.

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